Fragen und Antworten zur Aorten­dissektion

Was eine Aortendissektion ist, welche Formen es gibt und wer sie behandelt – kurz beantwortet, mit Belegen. Dazu das Glossar: die Fachbegriffe aus Arztbrief, Klinik und Reha, einzeln erklärt.

Die Antworten stützen sich auf die aktuellen medizinischen Leitlinien und auf veröffentlichte Studien. Jede Zahl steht mit ihrer Quelle da. Sie ersetzen kein Gespräch mit Ärztinnen und Ärzten – sie sollen helfen, dieses Gespräch besser zu führen.

Kapitel A

Das Krankheitsbild

Frage 1

„Was genau ist eine Dissektion, und was ist der Unterschied zur Ruptur?“

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Bei einer Dissektion reißt die innerste Schicht der Hauptschlagader ein. Blut dringt durch den Einriss in die Wand und spaltet sie der Länge nach. So entstehen zwei Kanäle: der eigentliche, das „wahre Lumen“, und ein neuer in der Wand, das „falsche Lumen“. Die Aorta ist innen gespalten – außen aber noch geschlossen.

Bei einer Ruptur reißt die Wand ganz durch. Blut tritt aus dem Gefäß aus, in den Herzbeutel, den Brustkorb oder den Bauchraum. Die Ruptur ist also kein anderer Begriff für die Dissektion, sondern ihre gefürchtetste Folge.

Gefährlich ist eine Dissektion aber nicht nur wegen der Ruptur. Die gespaltene Wand kann Abgänge verlegen, die Herz, Gehirn, Rückenmark, Darm oder Beine versorgen. Dann fehlt dort Blut, obwohl nichts nach außen blutet – Fachleute sprechen von Malperfusion.

Oft wird beides mit dem Aneurysma verwechselt. Das ist eine dauerhafte Erweiterung der Aorta, meist über Jahre ohne Beschwerden. Ein Aneurysma erhöht das Risiko einer Dissektion, und nach einer Dissektion kann sich die Aorta zu einem Aneurysma erweitern. Aber die meisten Dissektionen treffen eine Aorta, die vorher nicht als erweitert bekannt war: Im internationalen Register IRAD war das nur bei 16 Prozent der Fall.

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Frage 2

„Warum wird eine Dissektion so oft für einen Herzinfarkt gehalten?“

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Weil die Beschwerden sich ähneln und der Herzinfarkt viel häufiger ist. Ob es die Aorta ist, klärt das medizinische Fachpersonal – Betroffene und Angehörige helfen ihm, wenn sie den Verdacht und eine bekannte Erkrankung der Aorta aussprechen.

Beide können mit einem plötzlichen, heftigen Schmerz in der Brust beginnen, und beide sind lebensbedrohlich. Behandelt werden sie aber ganz unterschiedlich. Der Herzinfarkt ist viel häufiger: In deutschen Kliniken kamen 2023 auf eine Aortendissektion rund 30 Herzinfarkte. Wer im Rettungsdienst oder in der Notaufnahme arbeitet, sieht ihn ungleich öfter – er liegt deshalb zuerst nahe.

Eine Auswertung von zwölf Studien mit 1.663 Betroffenen zeigt, wie oft das passiert: Jede dritte Dissektion galt zunächst als etwas anderes, oft als Herzinfarkt. Auch ein unauffälliges EKG schließt eine Dissektion nicht aus. Klarheit bringt in der Regel eine Computertomographie mit Kontrastmittel.

Darum zählt, was Betroffene und Angehörige wissen: Ist eine Erweiterung oder Erkrankung der Aorta bekannt? Gab es eine Operation daran? Gibt es Aortenerkrankungen in der Familie? Wer das beim Notruf und gegenüber dem Rettungsteam ausspricht, gibt den Fachleuten einen Hinweis, mit dem sie arbeiten können. Über Untersuchung und Behandlung entscheidet das medizinische Fachpersonal.

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Frage 3

„Welche verschiedenen Arten von Dissektionen gibt es?“

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Eingeteilt wird nach dem Ort und nach der Zeit.

Nach dem Ort entscheidet eine einzige Frage: Ist die aufsteigende Aorta direkt am Herzen betroffen?

  • Typ A: Ja. Dabei ist gleich, wo der Einriss sitzt – auch ein Einriss weiter unten, der sich nach oben ausbreitet, ist Typ A. Rund zwei Drittel aller Dissektionen gehören dazu.
  • Typ B: Nein, die aufsteigende Aorta ist frei. Rund ein Drittel.
  • Weder A noch B: Der Aortenbogen ist gespalten, die aufsteigende Aorta aber nicht. Diese seltene Mischform führen die Leitlinien seit 2024 als eigene Gruppe.

Diese Anteile stammen aus internationalen Registern und Studien: Zwei von drei akuten Aortendissektionen sind Typ A. In Deutschland wird nicht getrennt gezählt.

Die Namen A und B stammen aus der Stanford-Einteilung. Im Arztbrief kann auch die ältere DeBakey-Einteilung stehen (Typ I und II entsprechen A, Typ III entspricht B) oder die neue TEM-Einteilung, die zusätzlich den Ort des Einrisses und eine Minderdurchblutung von Organen verschlüsselt.

Nach der Zeit gilt in allen Leitlinien: akut bis 14 Tage, subakut bis 90 Tage, danach chronisch. Das ist mehr als Statistik – bei Typ B hängt daran, wann ein Eingriff am sichersten ist.

Zwei nahe Verwandte behandeln die Leitlinien gemeinsam mit der Dissektion, als „akutes Aortensyndrom“:

  • Das intramurale Hämatom ist ein Bluterguss in der Aortenwand, ohne erkennbaren Einriss und ohne zweiten, durchströmten Kanal. Es kann in eine Dissektion übergehen.
  • Das penetrierende Aortenulkus ist ein Geschwür in einer verkalkten Ablagerung, das sich von innen in die Wand frisst.

Beide werden nach demselben Ortsprinzip behandelt wie die Dissektion.

Längsschnitt durch die Aorta mit einem intramuralen Hämatom: Auf der linken Seite ist die Wand durch einen länglichen, dunkelroten Bluterguss aufgetrieben, der in der Wand liegt. Ein Pfeil zeigt, dass das Blut weiterhin nur durch den einen, eigentlichen Kanal fließt.
Intramurales Hämatom, schematisch. Das Blut sammelt sich in der Wand, fließt dort aber nicht – anders als bei der Dissektion gibt es keinen zweiten, durchströmten Kanal. Illustration: Depositphotos, bearbeitet

Nicht gemeint sind Dissektionen anderer Arterien. Die Dissektion einer Hals- oder Wirbelarterie ist eine häufige Schlaganfallursache bei Jüngeren und gehört in die Neurologie; sie wird oft mit blutverdünnenden Mitteln behandelt – bei einer Aortendissektion wäre das gefährlich. Die spontane Dissektion einer Herzkranzarterie (SCAD) betrifft zu über 90 Prozent Frauen und gehört in die Kardiologie. Beides sind eigene Krankheiten mit eigener Behandlung.

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Frage 4

„Welche medizinischen Fachbereiche sind für welche Dissektion zuständig?“

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Nicht ein Fach, sondern mehrere nacheinander – und welche, hängt vor allem vom Typ ab.

  • Erkennen: Rettungsdienst und Notaufnahme, gemeinsam mit der Radiologie. Die wichtigste Untersuchung ist eine Computertomografie mit Kontrastmittel.
  • Typ A: die Herzchirurgie. Operiert wird offen, mit der Herz-Lungen-Maschine, in der Regel sofort.
  • Typ B: ein Team aus Gefäßchirurgie, Kardiologie oder Angiologie und interventioneller Radiologie, dazu die Intensivmedizin. Ist der Aortenbogen beteiligt, kommt die Herzchirurgie hinzu. Die deutsche Leitlinie zur Typ-B-Dissektion haben zwölf Fachgesellschaften gemeinsam verfasst.
  • Danach: Kardiologie oder Angiologie für die lebenslangen Kontrollen, die Hausarztpraxis für den Blutdruck, eine Rehabilitation – und bei Verdacht auf eine erbliche Ursache die Humangenetik.

Wichtiger als das einzelne Fach ist der Ort: Die Leitlinien empfehlen die Behandlung in einem spezialisierten Zentrum, das alle Wege anbieten kann – offene Operation, Stentgraft und medikamentöse Behandlung.

„Aortenzentrum“ ist in Deutschland allerdings kein geschützter Begriff, und ein einheitliches Siegel dafür gibt es nicht. Wenn eine Klinik sich so nennt, beschreibt sie sich selbst. Die Übersicht der Kompetenzzentren auf dieser Seite gibt deshalb wieder, wie die Kliniken sich selbst darstellen, ohne es zu bewerten.

Im Notfall entscheiden Leitstelle und Rettungsteam, wohin es geht. Was Betroffene und Angehörige dann tun können: den Verdacht aussprechen – „Kann es die Aorta sein?“. Die Wahl der Klinik wird später wichtig, bei Typ B, bei geplanten Eingriffen und in der Nachsorge.

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Frage 5

„Welche Ursachen führen zu einer Dissektion?“

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Eine Dissektion entsteht, wenn eine geschwächte Aortenwand auf zu viel Druck trifft. Beides kommt meist über Jahre zusammen, der Moment des Einrisses selbst hat oft keinen erkennbaren Auslöser.

Der wichtigste Druckfaktor ist Bluthochdruck. Im internationalen Register IRAD hatten 72 Prozent der Betroffenen einen bekannten Bluthochdruck.

Die Wand schwächen vor allem:

  • das Alter – international sind Betroffene im Durchschnitt 63 Jahre alt, zwei Drittel sind Männer
  • erbliche Erkrankungen des Bindegewebes, etwa das Marfan-Syndrom, das Loeys-Dietz-Syndrom oder das vaskuläre Ehlers-Danlos-Syndrom – und familiäre Formen, denen man äußerlich nichts ansieht
  • eine angeborene Aortenklappe mit nur zwei statt drei Segeln (bikuspide Klappe)
  • entzündliche Gefäßerkrankungen und Arteriosklerose

Seltener spielen eine Rolle: frühere Eingriffe am Herzen oder an der Aorta, Herzkatheter und die Zeit rund um eine Geburt – vor allem bei Frauen mit erblicher Anlage. Absolut ist das sehr selten.

Bei bestimmten Antibiotika, den Fluorchinolonen, wird seit 2018 zur Vorsicht geraten – mehr dazu in der Frage zu Medikamenten.

Eine Folge daraus betrifft die Familie: Tritt eine Dissektion vor dem 60. Lebensjahr auf, ohne Bluthochdruck, liegt eine erbliche Ursache nahe. Dann lohnt es sich, dass sich Eltern, Geschwister und Kinder untersuchen lassen. Die europäische Leitlinie empfiehlt, die Familiengeschichte über mindestens drei Generationen zu erfragen.

Wen es in Deutschland trifft, zeigt die Krankenhausstatistik 2024: Sechs von zehn Klinikfällen betreffen Männer. Jeder zehnte Klinikfall betrifft jemanden unter 50. Die meisten Betroffenen sind zwischen 50 und 80.

Die Klinikfälle 2024 nach Alter:

  • unter 50: 10,8 %
  • 50 bis 64: 34,5 %
  • 65 bis 79: 38,4 %
  • ab 80: 16,3 %
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Frage 6

„Muss immer operiert werden?“

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Es kommt darauf an – und das entscheidet das medizinische Fachpersonal. Maßgeblich sind vor allem der Typ der Dissektion und die Frage, ob Komplikationen auftreten.

Typ A wird in aller Regel sofort operiert. Ohne Operation stirbt mehr als die Hälfte der Betroffenen innerhalb eines Monats. Mit Operation verlassen in Deutschland vier von fünf Operierten die Klinik lebend.

Trotzdem werden auch bei Typ A nicht alle operiert. Im Register IRAD waren es 8,6 Prozent, vor allem wegen schwerer Begleiterkrankungen, hohen Alters oder auf eigenen Wunsch. Eine solche Entscheidung gehört in die Hände von Fachärztinnen und Fachärzten mit Erfahrung in der Aortenchirurgie. Die europäische Leitlinie verlangt deshalb, dass bei jeder akuten Typ-A-Dissektion sofort die Herzchirurgie hinzugezogen wird. Angehörige dürfen danach fragen – und wo die Zeit es erlaubt, hilft eine zweite ärztliche Meinung, die Entscheidung abzusichern.

Typ B ohne Komplikationen wird zunächst nicht operiert. Die Behandlung besteht darin, Blutdruck und Puls mit Medikamenten streng zu senken, unter Überwachung auf der Intensivstation.

Kommt es bei Typ B zu Komplikationen – droht die Aorta zu reißen, sind Organe oder Beine unterversorgt, lassen sich Schmerz oder Blutdruck nicht beherrschen –, wird eingegriffen. Erste Wahl ist dann meist ein Stentgraft: eine ummantelte Gefäßstütze, die über die Leistenarterie eingeführt wird und den Einriss von innen abdeckt. Der Brustkorb wird dabei nicht geöffnet.

Zeigt die Bildgebung bestimmte Risikomerkmale, etwa eine schon deutlich erweiterte Aorta, kann ein Stentgraft auch ohne Komplikationen sinnvoll sein, meist einige Wochen nach dem Ereignis. Hier sind die Leitlinien zurückhaltend: Die europäische empfiehlt, ihn zu erwägen, die deutsche sieht ihn für ausgewählte Fälle vor.

Für alle gilt: Auch nach einer Operation oder einem Stentgraft ist die Behandlung nicht abgeschlossen. Die übrige Aorta kann sich weiter erweitern, deshalb sind lebenslange Kontrollen mit Bildgebung nötig.

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Frage 7

„Habe ich ein Recht auf eine Zweitmeinung?“

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Ja. Wer vor einer Behandlungsentscheidung steht, darf eine zweite Ärztin oder einen zweiten Arzt fragen. Das ist kein Misstrauen gegenüber der Erstbehandlung, sondern ein üblicher Schritt – bei manchen Eingriffen müssen Ärztinnen und Ärzte sogar selbst darauf hinweisen.

Rechtlich gibt es dafür zwei Wege:

  • Der gesetzliche Anspruch nach § 27b SGB V gilt nur für bestimmte planbare Eingriffe, die der Gemeinsame Bundesausschuss festlegt. Seit Oktober 2024 gehören geplante Operationen und Stentgrafts an einem Aortenaneurysma dazu. Wer einen solchen Eingriff empfiehlt, muss in der Regel mindestens zehn Tage vorher auf das Recht hinweisen; die Krankenkasse bezahlt die Zweitmeinung und die Kopien der Unterlagen. Zugelassene Ärztinnen und Ärzte finden sich unter 116117.de/zweitmeinung (öffnet in neuem Fenster). Die Aortendissektion selbst steht nicht auf dieser Liste, und Notfalleingriffe sind ausdrücklich ausgenommen.
  • Das allgemeine Recht gilt dagegen immer: Gesetzlich Versicherte wählen ihre Ärztinnen und Ärzte frei, und alle Patientinnen und Patienten haben ein Recht auf ihre Unterlagen – die erste Kopie der Patientenakte ist kostenlos. Damit lässt sich jederzeit eine zweite Einschätzung einholen, etwa in der Aortensprechstunde eines anderen Zentrums.

Krankenkassen unterstützen dabei auch, teilweise sehr konkret: Einige bieten eigene Zweitmeinungsprogramme für Herz- und Gefäßeingriffe an, mit Terminvermittlung, Videosprechstunde oder schriftlichem Gutachten. Beispiele, Stand September 2026:

Das Angebot ist von Kasse zu Kasse verschieden, nicht jede hat eines, und die Dissektion nennt bisher keine ausdrücklich. Ein Anruf bei der eigenen Kasse klärt, was gilt. Privat Versicherte fragen vorher bei ihrem Versicherer nach.

Wann es sich lohnt: vor allem dort, wo Zeit ist – bei Typ B in den Wochen nach dem Ereignis, wenn über einen Stentgraft entschieden wird; wenn eine erweiterte Aorta weiter wächst; vor geplanten Folgeeingriffen. Bei einer akuten Typ-A-Dissektion bleibt für eine Zweitmeinung keine Zeit. Dort zählt, dass ein erfahrenes Aortenteam entscheidet, und Angehörige können fragen: „Hat jemand aus der Herzchirurgie den Befund gesehen? Kann ein Aortenzentrum einbezogen werden?“

So geht es am besten:

  1. Unterlagen anfordern: Entlassbericht, OP-Bericht, Befunde – und die Bilder selbst, also CT oder MRT auf einem Datenträger. Vorher prüfen, ob er sich öffnen lässt.
  2. Ein anderes Haus wählen als das, das den Eingriff durchführen soll, am besten ein Zentrum mit vielen Aorteneingriffen im Jahr.
  3. Fragen aufschreiben, zum Beispiel: Welcher Typ, welcher Durchmesser, wie schnell wächst er? Was geschieht, wenn abgewartet wird? Offene Operation oder Stentgraft – und warum? Wie oft macht das Haus diesen Eingriff im Jahr?
  4. Das Ergebnis zurücktragen und mit der erstbehandelnden Ärztin oder dem Arzt besprechen. Widersprechen sich beide Meinungen, nach einer gemeinsamen Fallbesprechung fragen.
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Frage 8

„Wie hängen Schlaganfall und Aortendissektion zusammen?“

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Auf zwei Wegen: Die Dissektion selbst kann einen Schlaganfall auslösen, schon bevor jemand operiert wird, und auch die Operation kann einen verursachen. Ein Grund, die Operation zu scheuen, ist das nicht: Bei Typ A ist sie in der Regel die Behandlung, die das Leben rettet. Was das für den eigenen Fall bedeutet, erklären die behandelnden Ärztinnen und Ärzte.

Was die Dissektion selbst anrichten kann. Aus der Hauptschlagader gehen die Gefäße ab, die das Gehirn versorgen. Die Dissektion kann einen Schlaganfall auslösen, wenn sie die Halsschlagadern mit aufspaltet oder verlegt, wenn der Kreislauf zusammenbricht oder wenn ein Gerinnsel ins Gehirn geschwemmt wird. Nicht selten kommen Betroffene deshalb bereits mit Zeichen eines Schlaganfalls in die Klinik. Operiert wird dann in der Regel trotzdem, und bei vielen bessern sich die Ausfälle danach. Die Entscheidung trifft das Team im Einzelfall.

Wenn es nicht wehtut. Meist beginnt eine Dissektion mit heftigem Schmerz. Manchmal aber tut sie nicht weh – dann kann sie aussehen wie ein Schlaganfall. Fachleute kennen dieses Bild, und doch wird eine Dissektion so nicht immer gleich erkannt, ähnlich wie bei der Verwechslung mit dem Herzinfarkt.

Was die Operation hinzufügen kann. Die Operation selbst kann ebenfalls Schlaganfälle verursachen, etwa durch kleine Gerinnsel oder Luftbläschen oder wenn das Gehirn während des Eingriffs an der Herz-Lungen-Maschine zeitweise zu wenig Blut bekommt. Daneben zeigt das MRT nach Herzoperationen häufig kleine Narben im Gehirn, die keine Beschwerden machen: stille Hirninfarkte. Ob sie Gedächtnis oder Konzentration beeinträchtigen, ist noch nicht geklärt. Nicht jede Vergesslichkeit danach kommt von der Maschine: Erschöpfung, Medikamente, Schlafmangel und die Belastung spielen mit, in den ersten Tagen oft ein Delir.

Dissektion oder Operation? Das lässt sich oft nicht sicher trennen. Beim Autor dieser Seite etwa wurde 2012 erst im Nachhinein ein Schlaganfall festgestellt, vielleicht sogar zwei – ob durch die Dissektion oder durch die Operation, ist offen. Viele Betroffene kommen bereits in Narkose in den Operationssaal, und für ein Bild des Kopfes bleibt vorher in der Eile häufig keine Zeit. Selbst die kleinen Narben, die nach der Operation im MRT auffallen, finden sich besonders dann, wenn die Dissektion vorher die Halsschlagadern erfasst hatte. Hinweise geben Befunde aus der Zeit vor der Narkose und das Muster im Bild; deuten kann sie nur das Behandlungsteam. Es gilt, was bei den Risiken steht: Nicht alles ist eine Folge der Operation.

Auch das Rückenmark kann betroffen sein. Bekommt es durch die Dissektion zu wenig Blut, kann ein Rückenmarksinfarkt entstehen, also eine Art Schlaganfall im Rückenmark. Die Folge kann eine Querschnittlähmung sein. So war es beim Autor dieser Seite (seine Geschichte).

Und später? Noch Jahre nach der Dissektion kann es zu neuen Schlaganfällen kommen; eine große deutsche Registerauswertung rät deshalb zu enger Nachsorge. Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, die nach Herzoperationen häufig sind, können das Risiko erhöhen. Wer eine mechanische Herzklappe bekommen hat, für den gelten eigene Regeln (siehe die Frage zu Medikamenten). Was davon für einen selbst gilt, erklärt das Behandlungsteam.

Nach einem Schlaganfall. Meist folgt eine neurologische Reha, manchmal vor oder statt der kardiologischen Reha, die nach Aortenoperationen empfohlen ist. Welche passt, klärt der Sozialdienst der Klinik. Viele erholen sich in den Monaten nach dem Schlaganfall deutlich.

Im Notfall. Treten später plötzlich eine Lähmung, ein Taubheitsgefühl, eine Sprach- oder Sehstörung auf, gilt wie bei jedem Schlaganfall: sofort den Notruf 112 wählen.

Zum Verständnis. Diese Antwort soll die Zusammenhänge zwischen Dissektion, Operation und Schlaganfall verständlich machen. Was sie für den eigenen Fall bedeuten, gehört ins Aufklärungsgespräch mit der eigenen Ärztin oder dem eigenen Arzt.

Was nicht gemeint ist. Die Dissektion einer Hals- oder Wirbelarterie ist eine eigene, häufige Schlaganfallursache bei Jüngeren – eine andere Krankheit mit anderer Behandlung (siehe Arten von Dissektionen).

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Kapitel B

Der Umgang mit der Krankheit

Frage 9

„Was könnte ich tun, um eine Dissektion zu vermeiden?“

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Einiges – aber nicht alles. Beides gehört zu einer ehrlichen Antwort.

  • Den Blutdruck kennen und einstellen lassen. Er ist der wichtigste Faktor, auf den sich Einfluss nehmen lässt. Die europäische Leitlinie empfiehlt bei Menschen mit einer Aortenerkrankung einen oberen Wert von 120 bis 129 mmHg, sofern er vertragen wird. Welcher Zielwert im Einzelfall gilt, klärt die Ärztin oder der Arzt.
  • Die Familie kennen. Gab es in der Familie Aortenerkrankungen oder plötzliche, ungeklärte Todesfälle, gehört das in die Hausarztpraxis. Nach einer Dissektion bei Eltern oder Geschwistern ist eine Untersuchung der eigenen Aorta sinnvoll, bei Verdacht auf eine erbliche Ursache auch eine humangenetische Beratung.
  • Eine bekannte Erweiterung kontrollieren lassen. Wer weiß, dass die eigene Aorta erweitert ist, braucht regelmäßige Bildgebung. Ab einer bestimmten Größe wird vorbeugend operiert. Wo diese Grenze liegt, hängt vom Abschnitt der Aorta und von Grunderkrankungen ab – eine einheitliche Zahl gibt es nicht.
  • Nicht rauchen. Die europäische Leitlinie empfiehlt den Rauchstopp ausdrücklich auch, um das Risiko einer Aortendissektion zu senken.
  • Bei bekannter Aortenerkrankung schweres Pressen meiden, etwa beim Heben sehr schwerer Gewichte. Belegt ist das nur durch Fallberichte, aber die Blutdruckspitzen dabei sind erheblich. Ausdauerbewegung dagegen senkt den Blutdruck.
  • Bei jedem Antibiotikum die Aortenerkrankung erwähnen (siehe Medikamente).

Was sich nicht vermeiden lässt: Die meisten Dissektionen treffen Menschen, bei denen vorher keine Erweiterung bekannt war. Im Register IRAD war das bei 84 Prozent so, und bei Typ A lag der Durchmesser der Aorta bei rund 60 Prozent noch unter der Grenze, ab der vorbeugend operiert wird. Eine Vorsorgeuntersuchung der Brustaorta für alle gibt es nicht; die Krankenkassen bezahlen nur für Männer ab 65 einen einmaligen Ultraschall der Bauchaorta.

Das heißt auch: Wer eine Dissektion erlitten hat, hat in aller Regel nichts falsch gemacht, was er oder sie hätte bemerken können.

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Frage 10

„Ich habe Angst vor der OP und vor der Narkose. Wie gehe ich damit um?“

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Vorweg: Dies ist kein ärztlicher oder psychologischer Rat, sondern ein Erfahrungsbericht des Autors dieser Seite. Angst vor der OP an der Aorta und vor der Narkose ist normal. Drei Gedanken gibt er weiter: die Angst nicht wegdrücken, sie ernst nehmen – und dann beide Wege nüchtern ansehen. Dazu ein Wort zur Narkose.

Die drei Gedanken in Max Beiers eigenen Worten:

Erstens: Die Angst darf da sein. Angst vor einer Operation zu haben, ist völlig in Ordnung. Wenig hilfreich ist es, sie zu unterdrücken, wegzudrücken oder zu ignorieren. Steht die Operation noch Wochen entfernt, funktioniert das eine Zeit lang: Im Alltag lässt sie sich beiseiteschieben. Gut möglich aber, dass sie sich dann anderswo meldet, etwa in den Träumen – was uns unwillkürlich beschäftigt, zeigt sich dort gern. Das ist von Mensch zu Mensch verschieden. Ich träume dann meist verschlüsselte Szenen aus meiner Jugend. Für mich ist das ein Zeichen, dass mein Unbewusstes gerade mit etwas hadert.

Zweitens: Den Elefanten ernst nehmen. Mir hilft ein Bild, das der Psychologe Jonathan Haidt geprägt hat: der Elefant und sein Reiter. Der Elefant steht für das Unwillkürliche, das Unbewusste – er ist es, der Angst hat. Der Reiter ist der Verstand. Er lenkt den Elefanten und gibt ihm die Richtung vor, ist aber viel kleiner als er.

Zeichnung: Ein großer Elefant geht nach links, auf seinem Rücken sitzt der Nasenmann und legt ihm die Hand auf den Kopf. Der Elefant schaut etwas besorgt, der Nasenmann lächelt ihm zu.
Der Elefant und sein Reiter. Der Reiter ist klein – aber er kann sich dem Elefanten zuwenden. Zeichnung: mit KI erstellt (Gemini)

Nun kann es sich der Reiter einfach machen und die Angst des Elefanten übergehen, nicht ernst nehmen oder ignorieren. Der Elefant hat trotzdem Angst, und in irgendeiner Form macht sich das bemerkbar. Im schlimmsten Fall geht er irgendwann durch, der Reiter fällt ab und landet in einem tiefen Loch.

Besser ist es, den Elefanten ernst zu nehmen. Mit der Angst sendet der Körper ein Signal, und dieses Signal will vor allem eines: wahrgenommen werden. Schon der Satz „Es ist in Ordnung, Angst zu haben, da kommt etwas Gefährliches auf uns zu“ hilft dem Elefanten, sich etwas zu beruhigen. Allein reicht das nicht, aber es ist der erste Schritt. Der zweite: Der Reiter informiert sich. Was läuft bei der Operation ab, was ist zu beachten, wie lässt sie sich vorbereiten? Das Aufklärungsgespräch, gute Vorbereitung und Gespräche über den Ablauf schaffen Sicherheit. Manches, was man dabei erfährt, wird den Elefanten erst recht verunsichern. Dann ist es wieder am Reiter, ihn aufzufangen: Die Angst ist in Ordnung.

Drittens: Beide Wege nüchtern ansehen – und sich Mut holen. Auch wenn man sich gut informiert und vorbereitet hat, bleiben Ungewissheiten und die Angst, dass etwas schiefgehen könnte. Dann hilft dem Elefanten vielleicht eine Überlegung: Welchen Weg wollen wir gehen? Raten die Ärztinnen und Ärzte zur Operation, gibt es, nüchtern betrachtet, zwei:

  • Wir folgen dem Rat, lassen uns operieren und gehen das Risiko an, vor dem sie warnen.
  • Wir lassen es, schieben es weg, ignorieren es – und leben weiter mit einem großen Risiko, das irgendwann in einer Katastrophe enden kann.

Der zweite Weg sieht leichter aus, weil man die Angst dort gerade nicht sieht. Gefährlicher ist er trotzdem.

Die Perspektive, die mir hilft: Wir wissen rechtzeitig Bescheid, und das ist besser als ein Notfall. Wir wissen, dass etwas zu tun ist und dass wir diesen Weg gehen müssen. Es ist unsere persönliche Heldenreise. Sie wird nicht einfach, aber wir haben alles, was wir dafür brauchen: Ärztinnen und Ärzte, die ihr Fach beherrschen. Die Zeit, uns vorzubereiten, etwa mit einer Patientenverfügung. Die Möglichkeit, Rat einzuholen. Jetzt braucht es noch Mut. Mut heißt, sich gegen das spontane Gefühl zu überwinden, um ein größeres Ziel zu erreichen: ein Leben mit Zukunft und Möglichkeiten.

Und wenn alles getan ist, was sich vorbereiten lässt, braucht es vielleicht noch etwas Glück, etwas Mut, etwas Zuversicht. Das holt man sich dort, wo man es immer schon gefunden hat. Wer gläubig ist, wendet sich an den Schöpfer, andere meditieren, manche tun beides, manche malen oder machen Musik. Was den inneren Elefanten beruhigt, hilft. Und irgendwann gibt man die Verantwortung ab – im Vertrauen an die, die das jeden Tag machen und wissen, was zu tun ist.

Und die Narkose? Vor der Narkose selbst habe ich wenig Angst. Ich weiß aber, dass ich mich nach schweren Operationen in den ersten Tagen nicht auf mich verlassen kann: Mehr oder weniger ist ein Delir zu erwarten. Bislang hat sich das immer wieder eingefangen. Gut ist, es vorher zu wissen: Nach einer schweren Operation mit langer Narkose ist man eine Weile etwas speziell unterwegs.

Wenn die Angst überhandnimmt: Bestimmt sie Schlaf und Alltag, ist sie ein Thema für die Hausarztpraxis oder eine Psychotherapie. In vielen Kliniken gibt es außerdem psychologische Unterstützung und Seelsorge, siehe „Wer kann in der Klinik helfen?“

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Frage 11

„Gibt es bei Medikamenten etwas zu beachten – nach einer Aortendissektion oder mit einem Aortenaneurysma?“

Max Beier schreibt diese Seite. In dieser Antwort berichtet er von seiner eigenen Erfahrung. Das ist kein ärztlicher Rat. Max Beier kannte eine Warnung lange nicht. Die Warnung betrifft Fluorchinolone. Das sind bestimmte Antibiotika, also Medikamente gegen Bakterien. Die Warnung gibt es seit 2018. Die Warnung richtet sich an Ärztinnen und Ärzte. Bei einer Erkrankung der Aorta sollen sie diese Mittel nur nach genauer Prüfung geben. Die Aorta ist die Hauptschlagader. Erkrankungen der Aorta sind zum Beispiel die Aortendissektion und das Aortenaneurysma. Bei einem Aortenaneurysma ist die Aorta an einer Stelle deutlich und dauerhaft erweitert. Die Ärztinnen und Ärzte sollen vorher auch an andere Mittel denken. Die Mittel sind nicht verboten. Wenn Max Beier heute ein Antibiotikum bekommen soll, erzählt er von seiner Aortendissektion. Ärztinnen und Ärzte entscheiden, welche Medikamente passen.

Ganze Antwort lesenAntwort zuklappen· 7 Belege

Vorweg: Dies ist keine medizinische Empfehlung, sondern ein Erfahrungsbericht des Autors dieser Seite. Eine Warnung kannte er selbst lange nicht: Bei bestimmten Antibiotika, den Fluorchinolonen, wird Menschen mit einer Erkrankung der Aorta seit 2018 zur Vorsicht geraten. Welche Medikamente infrage kommen, entscheidet das medizinische Fachpersonal.

Aus eigener Erfahrung

„Dass diese Antibiotika für Menschen wie mich heikel sind, habe ich lange nicht gewusst. Meine Dissektion war 2012, die Warnung kam erst deutlich später – erfahren habe ich davon eher durch Zufall. Seitdem achte ich darauf: Bekomme ich ein Antibiotikum verschrieben, etwa bei einem Harnwegsinfekt, spreche ich die Dissektion an und frage nach einer Alternative. Entscheiden muss die Ärztin oder der Arzt.“

Max Beier

Fluorchinolone sind eine Gruppe von Antibiotika, zu ihnen gehören etwa Ciprofloxacin und Levofloxacin. Seit Oktober 2018 gilt nach einem Rote-Hand-Brief der Hersteller, abgestimmt mit der europäischen Arzneimittelbehörde und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: Bei einem Aortenaneurysma, nach einer Dissektion und bei weiteren Risiken sollen Fluorchinolone nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko gegeben werden, und erst, wenn andere Möglichkeiten bedacht sind. Verboten sind sie nicht. 2023 wurde die Warnung bekräftigt.

Ob das Risiko vom Antibiotikum selbst kommt oder von der Infektion, gegen die es gegeben wird, ist bis heute nicht geklärt: Große Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Die Warnung gilt weiter.

Harnwegsinfekt ist der Oberbegriff. Bei einer Blasenentzündung sind Fluorchinolone heute ohnehin nicht mehr das Mittel der ersten Wahl. Bei einer Nierenbeckenentzündung oder einer schweren Infektion können sie nach Abwägung das richtige Mittel sein – genau diese Abwägung sieht die Warnung vor.

Was sonst bei Medikamenten dazugehört:

  • Die Blutdruckmittel. Nach einer Dissektion gehört eine dauerhafte Blutdrucksenkung zur Behandlung, und es kommt darauf an, die Mittel regelmäßig zu nehmen. Wer sie absetzen oder verringern möchte, auch wegen Nebenwirkungen, bespricht das vorher mit der Ärztin oder dem Arzt – oft lässt sich auf ein anderes Mittel umstellen.
  • Eine neue Herzklappe. Wer bei der Operation eine neue Herzklappe bekommen hat, für den gelten eigene Regeln, etwa zur Blutverdünnung und in der Zahnarztpraxis. Die erklärt das Behandlungsteam.
  • Jedes neue Medikament. Betroffenenorganisationen raten, die Aortenerkrankung auch bei anderen neuen Medikamenten zu erwähnen, auch bei rezeptfreien aus der Apotheke.

Welche Medikamente im Einzelfall passen, entscheidet das medizinische Fachpersonal.

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Frage 12

„Was muss ich vor dem Termin in der Zahnarztpraxis beachten?“

Ganze Antwort lesenAntwort zuklappen· 5 Belege

Vorweg: Dies ist keine medizinische Empfehlung, sondern ein Erfahrungsbericht des Autors dieser Seite. Bei einer künstlichen Herzklappe, auch in einem Rohr mit Klappe, und nach einer überstandenen Endokarditis empfehlen die Leitlinien vor bestimmten Zahnbehandlungen ein Antibiotikum. Ob das für einen selbst gilt, klärt das Behandlungsteam.

Aus eigener Erfahrung

„Was ich lange nicht wusste und was seit meiner überstandenen Sepsis und Aortitis immer auf dem Schirm ist, sind zwei Dinge. Erstens ein hervorragender Zahnstatus, damit möglichst keine Bakterien ins Blut gelangen. Zweitens nehme ich vor jedem Zahnarztbesuch, bei dem es blutig werden kann, ein Antibiotikum, verschrieben und abgestimmt mit meinen Ärztinnen und Ärzten.“

Max Beier

Warum: Bei manchen Zahnbehandlungen gelangen Bakterien aus dem Mund ins Blut. Bei manchen Menschen mit Herz- und Gefäßerkrankungen können sie sich an einer künstlichen Klappe oder Prothese festsetzen. Ein vorbeugend eingenommenes Antibiotikum soll das verhindern.

Wen es betrifft: Eindeutig empfohlen ist es nach den Leitlinien bei einer künstlichen Herzklappe, auch in einem Rohr mit Klappe, und nach einer überstandenen Endokarditis, einer Entzündung der Herzinnenhaut. Bei einer reinen Gefäßprothese oder einem Stentgraft sind sich die Fachgesellschaften nicht einig; die Gefäßchirurgie rät, es zu erwägen. Ob es für einen selbst gilt, klärt das Behandlungsteam aus Herzchirurgie oder Kardiologie. Wer dazugehört, bekommt meist einen Endokarditis-Ausweis, den man in der Zahnarztpraxis vorlegt; auch im Arztbrief sollte es stehen.

Bei welchen Behandlungen: Gemeint sind Behandlungen, bei denen Zahnfleisch oder Kieferknochen verletzt werden: Zähne ziehen, Eingriffe am Zahnfleisch oder an der Wurzel, auch Zahnsteinentfernung und Wurzelbehandlung.

Für alle: Gründliche Zahnpflege gilt in den Leitlinien als Grundlage. Bei hohem Risiko sind Kontrolle und professionelle Reinigung zweimal im Jahr vorgesehen.

Welches Mittel, wie viel und wann legt die Ärztin oder der Arzt fest – Antibiotika nie auf eigene Faust. Das geltende Schema steht in der Leitlinie für Ärztinnen und Ärzte: DGK-Pocket-Leitlinie Endokarditis, Version 2023 (öffnet in neuem Fenster), Tabelle 4 auf Seite 10.

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Kapitel C

Für Angehörige

Frage 13

„Was passiert während der OP?“

Ob und wie operiert wird, hängt vom Typ der Aortendissektion ab. Die Aorta ist die Hauptschlagader. Bei einer Aortendissektion spaltet sich die Wand der Aorta. Typ A heißt: Die Aortendissektion betrifft den Teil der Aorta direkt am Herzen. Bei Typ A wird offen operiert. Dafür wird der Brustkorb geöffnet. Typ B heißt: Der Teil der Aorta direkt am Herzen ist nicht betroffen. Die Aortendissektion liegt weiter unten in der Aorta. Bei Typ B wird in der ersten Zeit oft nicht operiert. Stattdessen senken Medikamente den Blutdruck und den Puls. Manche Menschen mit Typ B bekommen einen Stentgraft. Das ist ein Rohr aus Kunststoff mit einem Gerüst aus Metall. Es wird durch eine Ader in der Leiste bis in die Aorta geschoben. Der Brustkorb bleibt dabei zu. Die Ärztinnen und Ärzte im Krankenhaus entscheiden, welche Behandlung passt.

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Das hängt vom Typ der Dissektion ab – welches Verfahren gewählt wird, entscheidet das Operationsteam. Grob gilt: Bei Typ A wird offen am Herzen operiert, bei Typ B oft gar nicht oder mit einem Stentgraft über die Leiste.

Bei Typ A wird das Brustbein geöffnet und der Kreislauf an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. Sie übernimmt Pumpen und Sauerstoffversorgung, während das Herz gezielt stillgelegt wird. Dann wird der eingerissene Abschnitt der Aorta durch eine Gefäßprothese aus Kunststoff ersetzt, bei Bedarf auch die Aortenklappe oder der Aortenbogen.

Muss der Aortenbogen mitversorgt werden, wird der Körper vorher abgekühlt, meist auf etwa 28 Grad, und der Kreislauf für einige Minuten angehalten. Das Gehirn wird in dieser Zeit über eigene Zugänge weiter durchblutet. Danach wird der Körper wieder aufgewärmt, das Herz nimmt seine Arbeit wieder auf, und der Brustkorb wird verschlossen. Anschließend geht es auf die Intensivstation.

„Das Herz wurde stillgelegt“ klingt für Angehörige oft wie ein Herzstillstand. Gemeint ist ein geplanter Schritt der Operation, kein Notfall.

Bei Typ B wird in der ersten Zeit meist gar nicht operiert. Blutdruck und Puls werden mit Medikamenten gesenkt, meist auf der Intensiv- oder Überwachungsstation. Kommt es zu Komplikationen, wird häufig ein Stentgraft über die Leistenarterie eingesetzt, ohne den Brustkorb zu öffnen.

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Frage 14

„Wie lange dauert eine Operation im Notfall?“

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Lange – und wie lange genau, kann nur das Operationsteam sagen. Eine offene Typ-A-Operation dauert in Studien meist fünf bis sieben Stunden, manchmal deutlich länger; ein Stentgraft bei Typ B meist zwei bis vier Stunden.

Die Wartezeit beginnt oft schon früher: Vor dem ersten Schnitt stehen Bildgebung, manchmal die Verlegung in ein Zentrum und die Narkose.

Warum es so lange dauert: Anschluss an die Herz-Lungen-Maschine, Abkühlen und Wiederaufwärmen brauchen jeweils ihre eigene Zeit, und das Aufwärmen lässt sich nicht beschleunigen. Die Dissektion hat die Wandschichten gespalten; Nähte an diesem Gewebe sind heikel. Oft müssen Klappe oder Aortenbogen mitversorgt werden. Und am Ende braucht die Blutstillung Zeit, weil das Blut für die Maschine verdünnt wurde.

Eine lange Operation ist für sich kein schlechtes Zeichen, eine kurze kein gutes. Die Dauer hängt vor allem davon ab, wie ausgedehnt die Dissektion ist.

In den Foren schreiben Angehörige immer wieder, dass das Warten die schwerste Zeit war. Ob und wann die Klinik sich meldet, ist von Haus zu Haus verschieden – das weiß das Behandlungsteam.

Nach der Operation bleiben Operierte in Deutschland im Mittel rund zwei Wochen im Krankenhaus, einen Teil davon auf der Intensivstation.

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Frage 15

„Warum ist man nach dem Aufwachen oft verwirrt?“

Meist ist die Verwirrtheit nach dem Aufwachen ein Delir. Ein Delir ist eine Verwirrtheit, die in den meisten Fällen wieder vorbeigeht. Bei manchen Menschen dauert es länger. Ein Delir kommt oft nach einer großen Operation und einer tiefen Narkose. Bei einer Narkose schalten Medikamente das Bewusstsein und das Schmerzgefühl aus. Die Ärztinnen und Ärzte im Krankenhaus prüfen, ob die Verwirrtheit ein Delir ist oder etwas anderes.

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Meist steckt ein Delir dahinter: eine vorübergehende Verwirrtheit nach der großen Operation und der tiefen Narkose. Ob es ein Delir ist oder etwas anderes, beurteilt das Behandlungsteam.

Ein Delir, früher oft „Durchgangssyndrom“ genannt, ist eine akute Störung von Aufmerksamkeit, Bewusstsein und Denken. Es beginnt meist ein bis drei Tage nach dem Eingriff. Betroffene sind verwirrt, sehen manchmal Dinge, die nicht da sind, oder werden ungewohnt misstrauisch. Es gibt auch eine stille Form: Dann wirkt der Mensch nur müde und teilnahmslos.

Selten ist das nicht. Nach Herzoperationen trifft es etwa ein Viertel der Operierten, nach einer Operation wegen Typ-A-Dissektion je nach Studie ein Siebtel bis die Hälfte. Die Operation ist lang, die Narkose tief, dazu kommen Herz-Lungen-Maschine, Schmerzmittel, Schlafmangel und die fremde Umgebung der Intensivstation. Nach einem Notfall wirkt das oft besonders nach.

Aus eigener Erfahrung

„Ich hatte nach meiner Operation selbst ein Delir und habe eine Paranoia entwickelt. Die Steckdosen im Raum hielt ich für Kameras und war fest überzeugt, dass hier alles mit Kameras überwacht wird. Erst als das Delir nachließ, erkannte ich wieder Steckdosen – nach zwei, drei Tagen.“

Max Beier

In den Foren und Gruppen wird immer wieder dasselbe beschrieben: Es braucht Geduld. Oft bessert sich ein Delir nach einigen Tagen deutlich. Wie stark es ausfällt, hängt auch davon ab, welche Voraussetzungen jemand mitbringt. Bei manchen dauert es länger, bis das Denken wieder ganz das alte ist: In einer großen Studie waren einige Betroffene nach sechs Monaten noch nicht wieder auf dem früheren Stand, nach einem Jahr hatte sich der Unterschied weitgehend ausgeglichen.

Für die Betroffenen selbst ist das Delir oft weniger schlimm als für die Angehörigen, die es miterleben. Deshalb hilft es, schon vorher zu wissen, dass es so etwas gibt. Ob und wie Angehörige helfen können, sagt das Stationsteam – dort ist auch die richtige Stelle für die Frage, woher die Verwirrtheit kommt.

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Frage 16

„Wer kann in der Klinik helfen?“

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Für alle medizinischen Fragen ist das Behandlungsteam die erste Adresse. Daneben gibt es in vielen Kliniken den Sozialdienst, die Seelsorge und manchmal psychologische Unterstützung – auch für Angehörige.

Vorab: Nicht alle Angehörigen bekommen automatisch Auskunft. Seit 2023 dürfen Verheiratete und eingetragene Lebenspartnerinnen und -partner einen Menschen, der sich nicht selbst äußern kann, bis zu sechs Monate in Gesundheitsfragen vertreten. Das gilt nicht, wenn das Paar getrennt lebt oder schon eine Vorsorgevollmacht oder Betreuung besteht. Lebensgefährtinnen, Lebensgefährten und erwachsene Kinder sind davon nicht erfasst – für sie braucht es eine Vorsorgevollmacht, sonst richtet das Gericht eine rechtliche Betreuung ein.

  • Behandlungsteam: medizinische Auskunft im Angehörigengespräch
  • Pflege: die täglichen Ansprechpersonen auf Station, auch für Besuchsregeln und Abläufe
  • Sozialdienst: Das Krankenhaus muss ein Entlassmanagement anbieten – für Reha, häusliche Pflege, Hilfsmittel und Anträge. Auch den Antrag auf Anschlussreha stellt meist der Sozialdienst
  • Seelsorge: in vielen Kliniken vorhanden, meist kirchlich getragen und in der Regel offen für alle
  • Psychologische Unterstützung: in manchen Häusern, für Betroffene und Angehörige. Die Intensivmedizin nennt die Zeit auf der Intensivstation ausdrücklich für beide belastend
  • Intensivtagebuch: Auf manchen Intensivstationen schreiben Pflegende und Angehörige für die Patientin oder den Patienten auf, was in dieser Zeit geschah

Welche dieser Angebote es im jeweiligen Haus gibt, weiß die Station.

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Frage 17

„Wer kann mich unterstützen?“

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Unterstützung gibt es auf drei Wegen: von Menschen, die dasselbe erlebt haben, von Menschen, die zuhören, und von Stellen, die beim Organisieren helfen. Medizinische Fragen bleiben beim Behandlungsteam.

Menschen, die dasselbe erlebt haben: die Selbsthilfegruppen und Foren auf der Gruppen-Seite – dort sind auch viele Angehörige. Aus ihnen stammt ein großer Teil dessen, was auf dieser Seite aus Erfahrung berichtet wird.

Menschen, die zuhören: Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr erreichbar, kostenlos und anonym, unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123. Wer psychotherapeutische Hilfe sucht, bekommt über die Terminservicestelle 116117 einen Termin in einer psychotherapeutischen Sprechstunde.

Stellen, die beim Organisieren helfen: Wird die betroffene Person voraussichtlich pflegebedürftig, besteht ein Anspruch auf Pflegeberatung, auf Wunsch auch gemeinsam mit den Angehörigen. Beratungsstellen in der Nähe findet die Datenbank des Zentrums für Qualität in der Pflege. Berufstätige Angehörige können dann bis zu zehn Arbeitstage freigestellt werden, um die Pflege zu organisieren, und dafür Pflegeunterstützungsgeld bekommen – seit 2024 bis zu zehn Tage im Jahr. Voraussetzung ist eine (voraussichtliche) Pflegebedürftigkeit, nicht allein der Krankenhausaufenthalt.

Die Anschlussreha beginnt spätestens zwei Wochen nach der Entlassung; den Antrag stellt meist der Sozialdienst noch während des Klinikaufenthalts.

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Frage 18

„Wird alles wieder wie vorher?“

Für viele Menschen wird das Leben wieder gut. Aber es wird selten genauso wie vorher. Wie es bei einem Menschen weitergeht, können nur seine Ärztinnen und Ärzte einschätzen.

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Für viele wird das Leben wieder gut – aber selten genau wie vorher. Wie es im Einzelfall weitergeht, kann nur das Behandlungsteam einschätzen.

In einer großen Schweizer Studie lebten ein Jahr nach der Operation drei von vier Betroffenen ohne Beschwerden bei Alltagsbelastung zu Hause. Von denen, die noch nicht in Rente waren, arbeiteten 85 Prozent wieder – im Durchschnitt mit etwa drei Vierteln ihres früheren Pensums.

Einiges bleibt: Die Aorta wird lebenslang mit Bildgebung kontrolliert, Blutdruckmedikamente gehören meist dazu, und ein Teil der Operierten braucht Jahre später einen weiteren Eingriff – in einer amerikanischen Studie 16 Prozent innerhalb von zehn Jahren.

Auch die Seele braucht Zeit. Angst, Schreckhaftigkeit und belastende Erinnerungen sind häufig: In einer amerikanischen Studie zeigte fast jede vierte betroffene Person Anzeichen einer Traumafolgestörung, aber kaum jemand hatte je eine Diagnose. Angehörige trifft es ebenso – nach dem Intensivaufenthalt eines nahen Menschen leiden viele noch Monate später unter Angst oder Niedergeschlagenheit. Solche Folgen sind behandelbar.

In den Foren schreiben viele, dass sich ihr Leben verändert hat und trotzdem wieder gut geworden ist. Die Geschichte des Autors dieser Seite: Meine Aortendissektion im Jahr 2012.

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Frage 19

„Welche Risiken bestehen?“

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Eine Operation bei Typ-A-Dissektion ist ein großer Eingriff an einer lebensbedrohlichen Erkrankung. Wie hoch das Risiko für einen bestimmten Menschen ist, kann nur das Behandlungsteam einschätzen – es hängt an Alter, Vorerkrankungen und daran, welche Organe schon betroffen sind.

Zur Einordnung: Ohne Operation stirbt bei Typ A mehr als die Hälfte der Betroffenen im ersten Monat. Mit Operation verlassen in Deutschland etwa vier von fünf die Klinik lebend.

Zu den wichtigsten Komplikationen gehören ein Schlaganfall, ein vorübergehendes oder bleibendes Nierenversagen, Blutungen, ein Delir und seltener eine Querschnittlähmung. Manche Operierte brauchen Jahre später einen weiteren Eingriff.

Nicht alles davon ist eine Folge der Operation. Die Dissektion kann schon vorher Gefäße verlegen, die Gehirn, Nieren, Darm oder Rückenmark versorgen. Ein Teil der Schäden ist deshalb schon da, bevor operiert wird. Auch die Querschnittlähmung des Autors dieser Seite kam von der Dissektion selbst, nicht vom Eingriff.

Genaue Prozentzahlen stehen hier bewusst nicht. Solche Zahlen beziehen sich immer auf eine Gruppe von Betroffenen in einer bestimmten Studie, nie auf den einzelnen Menschen. Für die Forschung sind sie wertvoll, etwa um Operationstechniken miteinander zu vergleichen. Über den eigenen Fall sagen sie wenig – und Betroffene wie Angehörige machen sich mit ihnen oft unnötig verrückt.

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Kapitel D · Zum Nachschlagen

Das Glossar

In 183 Einträgen erklärt es die Fachbegriffe, die Betroffenen und Angehörigen begegnen – im Arztbrief, in der Notaufnahme, im OP-Bericht, in der Reha und auf dem Medikationsplan. Es hat eine eigene Seite.

Geordnet ist das Glossar nach Situationen, denn wer gerade die Diagnose bekommen hat, sucht andere Begriffe als jemand nach der Operation. Zu jedem Begriff steht eine kurze Erklärung, zu vielen ein Beispiel, wie er im Brief auftauchen kann, zu manchen ein Hinweis, wo er in die Irre führt.

Zum Glossar: alle Begriffe nach Situation und von A bis Z →

Erklärt werden Begriffe, nicht der eigene Befund. Was ein Begriff im eigenen Fall bedeutet, sagt das Behandlungsteam.

Eine Frage fehlt?

Diese Seite wächst. Wer eine Frage hat, die hier noch nicht beantwortet ist: eine kurze Nachricht an info (at) aortendissektion.de genügt. Beantwortet wird allgemein und mit Belegen – eine persönliche medizinische Beratung kann diese Seite nicht leisten.

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